Bleedings 

Drawings with haemoglobin  (Blood) , October 1990 

A knife is often used for all kinds of different jobs. Cutting himself accidentally in a finger, Kloppenburg grabs paper instead of a bandage. The series nr 202357 consists out of 27 sheets and shows such bleeding-finger calligraphy, a Haemoglobin manuscript that, after 25 sheets, runs out of juice. The medium is the artist’s blood, itself. (Goethe: “Blood is a very special juice, Blut ist ein ganz besonderer Saft”). The used A4 paper was a leftover from the bookbinder’s workshop at Elandsgracht, used in a book press, leaving rectangular passepartout- like imprints in various positions on the white sheets.
 The first sheet, the prelude, is left in this state of constructivist form with its dynamic play of shade without further additions. The rectangle is a floor plan of conference room and stage.  In reference to what will follow (in retrospective), this white light/shadow sheet functions as Tabula Rasa, also as an independent geometric work. Here, it is placed in front to act as a principle referential tone/form, counterpoint against the liquid medium that will be used for the following 25 sheets.
 Sheet 25 is a computer printout with cryptic letters/words/ and numbers. So far we could see a repetition of three figures/lines on each sheet with minimal choreographic changes, a Trinity conference. Something is coming into harmony, a sensitive discourse. These at first sight (e) motionless gestures come after 24 sheets to a choreographic climax (sheet 25), with a full chorus on stage, grand final with the first crossover of lines. Words and Numbers are beside their linguistic meaning sound and rhythm as well.
The last sentence at the bottom of the page 25:  MENU END. Nevertheless, one more, a massive bass tone chord is added, unnumbered: on the dried leaf of a (still unidentified) plant, a drawing with white paint, a duck/ swan/ goose, animals that swim in the Lauriergracht in front of his Amsterdam studio. This motif can be traced back as far as 1941 (See: Sketchbooks)
The series is dated on sheet 24 saying: 18.10.90.N1.1207. Meaning: 18 October 1990, studio Neubrückstrasse (Düsseldorf), first floor, 12.07 PM.  

Drawn from: Rudolf Steiner, Blut ist ein ganz besonderer Saft, Berlin 25 October 1906:Het Gouden Ei

“Das Blutgefäß-System mit dem Herzen ist ein Ausdruck des  umgewandelten Ätherleibes, wie das Rückenmark- und Gehirnsystem ein  solcher des umgewandelten Astralleibes. Wie durch das Gehirn die  Außenwelt verinnerlicht wird, so wird durch das Blut diese Innenwelt in  dem Leib des Menschen zu einem äußeren Ausdrucke umgeschaffen. Ich muß  im Gleichnisse sprechen, wenn ich die hier in Betracht kommenden  komplizierten Vorgänge darstellen will. Das Blut nimmt die durch das  Gehirn verinnerlichten Bilder der Außenwelt auf, gestaltet sie zu  lebendigen Bildungskräften um und bildet durch sie den jetzigen  Menschenleib aus. Das Blut ist so der Stoff, der den menschlichen Leib  auferbaut. Es stellt sich hier ein Vorgang uns vor Augen, durch den das  Blut das Höchste aufnimmt, was es der Umwelt entnehmen kann, den  Sauerstoff, nämlich dasjenige, was das Blut stets wieder erneuert, mit  neuem Leben versorgt. Dadurch wird das Blut veranlaßt, 3-4-93sich der  Außenwelt zu öffnen. Damit haben wir den Weg verfolgt von der Außenwelt  zur Innenwelt und wieder zurück vom Innern zum Äußern. Nun ist ein  Zweifaches möglich. Wir sehen, daß die Entstehung des Blutes da liegt,  wo der Mensch als selbständiges Wesen der Außenwelt entgegentritt, wo er  aus den Empfindungen, zu denen die Außenwelt geworden ist, selbständig  wiederum Gestalten und Bilder schafft, wo er schöpferisch wird, wo also  das Ich, der Eigenwille aufleben kann. Kein Wesen, in dem dieser Vorgang  noch nicht stattgefunden hat, könnte aus sich selbst heraus Ich sagen. Im  Blute liegt das Prinzip für die Ich-Werdung. Ein Ich kann nur da zum  Ausdrucke kommen, wo ein Wesen die Bilder, die es von der Außenwelt  erzeugt, in sich selbst zu gestalten vermag. Ein Ich-Wesen muß fähig  sein, die Außenwelt in sich aufzunehmen und innerhalb seiner selbst  wieder zu erzeugen. Hätte der Mensch bloß Gehirn, so könnte er nur  Bilder der Außenwelt in sich erzeugen und in sich erleben; er würde dann  zu sich nur sagen können: Die Außenwelt ist in mir als Spiegelbild noch  einmal wiederholt; kann er aber diese Wiederholung der Außenwelt zu einer neuen Gestalt aufbauen, dann ist diese Gestalt nicht mehr bloß die  Außenwelt: sie ist «Ich». Ein Wesen mit bloßem sympathischen  Nervensystem spiegelt die Außenwelt, es empfindet also diese Außenwelt noch nicht als sich, noch nicht als Innenleben. Ein Wesen mit Rückenmark  und Gehirn empfindet die Spiegelung als Innenleben. Ein Wesen aber mit Blut erlebt als seine eigene Gestalt sein Innenleben. Durch das Blut wird  mit Hilfe des Sauerstoffes der Außenwelt nach den Bildern des Innenlebens der eigene Leib gestaltet. Diese Gestaltung kommt als Ich-Wahrnehmung zum  Ausdruck. Nach zwei Seiten weist das Ich, und das Blut ist der äußere Ausdruck dieser Hinweisung. Nach innen gerichtet ist der Blick des Ich,  nach außen gerichtet ist der Wille des Ich. Nach innen sind die Kräfte  des Blutes gerichtet, sie bauen das Innere auf; nach außen sind sie  gerichtet zum Sauerstoff der äußeren Welt hin. Daher geht der Mensch,  wenn er in Schlaf fällt, im Unbewußtsein unter, er geht unter in  dasjenige, was das Bewußtsein im Blute erleben kann. Wenn der Mensch aber  sein Auge der Außenwelt öffnet, dann nimmt das Blut die durch Gehirn und  Sinne erzeugten Bilder in seine Gestaltungskräfte auf. Das Blut steht so in der Mitte zwischen der inneren Bilderwelt und der lebendigen Gestaltenwelt des Äußeren.”
More will follow in updating.  

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