U We
Claus
Laurus nobilis
Gewidmet dem Andenken an
Georg
Jappe (1936-2007)
Im Œuvre von Joseph Beuys trifft
man hin und wieder auf ein Pflanzenwesen, dem man, zumindest imaginär, auch an
Werken im Park von Schloss Moyland begegnen kann – den im mediterranen Biom1
beheimateten, herbaromatischen Lorbeerbaum. Laurus, sein lateinischer
Gattungsname, scheint durch den Wechsel des Anlautes von d zu l,
in Zusammenhang zu stehen mit dáphne,
seinem griechischen Namen, beziehungsweise mit dessen Nebenformen, etwa láphne bei Hesychios
(5./6. Jahrh. u. Z) und mit griechischen
Dialektformen, wie dem thessalischen daúchna
oder dem kyprischen dauchmós.
Im antiochenischen Daphni,
wurde Apollon Daphnaeus in einem Hain besonders
schöner Lorbeerbäume verehrt. Eine gemeinsame mediterrane Quelle des
Pflanzennamens hat sich bislang jedoch nicht offenbart.2 Angesichts
der religiösen Verehrung, die man dem Lorbeer als heiligem Baum des Apollon
entgegengebrachte, erhielt er seinen Artnamen nóbilis
bereits in der Antike.
In den Warmzeiten des tertiären Erdzeitalters waren
Lorbeerbäume auch hier, in Mitteleuropa verbreitet. Die folgenden Kalt- oder
Eiszeiten des quartären Zeitalters, mit ihrer ausgedehnten Vergletscherung,
deren einstmalige Anwesenheit in der Landschaft des unteren Niederrheins Joseph
Beuys ja als durchaus noch gegenwärtig wahrgenommen hatte, bereiteten der
Verbreitung des wärmeliebenden Lorbeerbaumes in unseren Breiten ein natürliches
Ende. Erst durch die Kunst, durch den Menschen also, sollte dieser immergrüne Baum
in der Antike dann wieder hierher zurückkehren. Wenn man sich das gesteigerte
Interesse vergegenwärtigt, welches Joseph Beuys den keltischen Wurzeln seiner
Heimatregion entgegenbrachte, spricht einiges für die Annahme, daß er die
früheste erhaltene bildhauerische Darstellung des Lorbeerbaumes am unteren
Niederrhein in seiner Jugend sah. Ich denke dabei an die Reliefdarstellungen
von zwei fruchttragenden Lorbeerbäumen und eines Lorbeerkranzes3 auf
einem Kalksteinblock, einem keltisch-römischen Opferstein4, der im
ersten Jahrhundert5 unserer Zeit geschaffen wurde. Dieser Altar war
der Gottheit Mars Camulus geweiht und wurde gestiftet
von, in römischen Diensten stehenden, Soldaten aus dem gallisch-keltischen
Reims, die am Ort des heutigen Rindern bei Kleve, stationiert
waren. In seiner fast zweitausendjährigen Geschichte diente dieser sogenannte
Mars Camulus-Stein dann verschiedenen Kulten6,
heute ist er die Mensa des Hochaltars in der katholischen Pfarrkirche St. Willibrord von Rindern. Joseph Beuys, der ja in Rindern und
Kleve aufwuchs, konnte den Mars Camulus-Stein, wenn
er ihn den wahrnahm, allerdings nur auf der Schwanenburg in Kleve gesehen
haben, da der berühmte Stein seit 1793 erst in der dortigen Antikensammlung und
später, bis 1967 im Hof der Schwanenburg aufgestellt war.
Eine unmittelbar künstlerische Reflexion auf die
Lorbeerbaum- und Kranzdarstellungen des Steines lässt sich im Frühwerk von
Beuys bislang nicht erkennen. Lediglich sein, wohl zwischen 1941 und 1943
entstandenes Gedicht, Beethovenmotiv7
wird in der ersten Zeile eröffnet mit den Worten Lorbeerkranz um dunkles
Haar [...]. Hier erscheint der
Kranz als das, seit der Antike tradierte, Attribut all jener Dichter und
Musiker, denen die apollinische Kraft innewohnt ihre Zuhörer zu begeistern, zu
entrücken. Wie so oft bei Beuys ist es eine sprachliche oder schriftliche
Äußerung, die eine Thematik bei ihm einleitet. So markiert dieser Gedichtanfang
den Beginn von Beuys’ künstlerischer Beschäftigung mit dem Lorbeer als einem
Wesen, das bis in die Gegenwart hinein auf das Engste verknüpft ist mit
mythischen Motivkreisen8 in deren Zentrum die wohl vollkommenste
Inkarnation des griechischen Genius steht – Apollon9 – der
inspirierende, Visionen gewährende und mit Reinigungs-, Orakel- und Heilkräften
ausgestattete Gott.
Eine der ersten Taten des Kindes Apollon, auf dem Weg zu
seiner künftigen Wohnstätte Delphi, ist die Überwindung des Drachens Python.
Die ‚geflügelte Schlange’ war gegen Apolls Mutter, die von Zeus geschwängerte Titanin Leto, aufgestachelt
worden, durch dessen eifersüchtige Gattin Hera. Da dem jungen Gott von Python,
als ‚Wächter’ des delphischen Gaia-Orakels, der Weg
verlegt wird, tötet ihn ‚der Ferntreffende Apollon’ in der wilden Tempe-Schlucht mit seinen Pfeilen. Sie sind seine bevorzugte
Waffe und deuten den hyperboreeischen und
schamanischen Charakter des Gottes an, spielt der Pfeil doch im ekstatischen
Orakelwesen des eurasischen Schamanismus, von den Skythen bis nach Tibet eine zentrale Rolle. Befleckt durch
die Tötung Pythons bedarf Apollon der Reinigung. Der Sage nach, reinigt er sich
mit Hilfe von Lorbeerblättern vom Drachenblut10, bevor er als Sieger
und ‚Befreier des Menschengeschlechts’ in Delphi einzieht. Den alleinigen
Anspruch, die Arznei erfunden zu haben, reklamiert der kräuterkundige Gott
fortan für sich selbst.
In sein, mit zahlreichen Annotationen
versehenes Exemplar des BLV Bestimmungsbuches Heilpflanzen Erkennen –
Anwenden11, notiert sich Joseph Beuys auch den Lorbeer,
dessen lanzettliches Blatt und schwarze Beerenfrucht
ätherische Öle enthalten, aus denen u. a. grünes, körnig butterartiges
Lorbeerfett gewonnen wird. Auf einige therapeutisch /medizinische Bezüge zum
Lorbeer bei Beuys werde ich nachfolgend noch eingehen.
Das bekannteste Lorbeer-Motiv im Mythos verkörpert sich
jedoch in der keuschen Nymphe Daphne, die zur Personifizierung des dem Apollon
heiligen Baumes wurde. Daphne, eine schöne Jungfrau und Tochter des Flussgottes
Penëus, entzieht sich durch wilde Flucht Apollos
erster Liebe und wurde auf ihr Flehen hin von ihrem Vater in einen Lorbeerbaum
verwandelt, nach anderen Quellen von der Erde aufgenommen, die an ihrer Statt
einen Lorbeerbaum aufsprießen ließ. Ovid erzählt diese Begebenheit mythischer
Zeit im ersten Band seiner Metamorphosen. Auf attischen Vasen, Gemälden pompeanischer Wandbilder, durch Nicolas Poussin,
im Marmorbildnis Apoll und Daphne von Bernini,
sowie in zahlreichen Opernstoffen, ist diese Verwandlung in den verschiedensten
Kunstgattungen immer wieder behandelt worden.
In seinem 1972 geschriebenen GESPRÄCH12,
einem fiktiven Gespräch und literarischen Werk, mit dem Joseph Beuys auf
James Joyces Spätwerk Finnegans Wake reagiert13,
wird diese mythologische Verwandlung bei der Diskussion einer frühen
Beuyszeichnung angesprochen: [...] Entfernter stößt man auf Sinnschichten
(schwer greifbar die Indizien) die vegetabile Metamorphosen, etwa die der
Daphne enthalten [...].14 Schwer greifbar, weil flüssig,
erscheint der Lorbeer als Aq. Dest. Fol. Laur.15 in Joyces Ulysses, in
dem der irische Dichter auch eine miss daphne bays16
auftreten lässt. Um 1963 integriert Beuys ein Exemplar des Ulysses17
in eine temporäre Werkinstallation auf dem Fenstersims seines
Atelier/Wohnraumes18. Ein Ensemble, von dem Antje von Graevenitz und Christa-Maria Lerm
Hayes wohl zu recht bemerkten, es erwecke den
Anschein einer Aufstellung von Devotionalien, nach Art eines Hausaltars19.
Zu dieser temporären Installation gehörte auch das, heute in Moyland aufbewahrte, ‘joyceanesque’
Objekt Haarbürste.20 Für den ‚Griff’ dieser aus
Fichtennadeln, Fett, Wachs, Schnur und Holz zusammengesetzten Haarbürste
verwendet Beuys einen am Ende abgebrochenen, geraden Ast, dessen schwarze,
glatte Rinde die Abstammung von einem Lorbeerstrauch durchaus nicht verleugnet.
Ist diese Bürste im gegebenen Zusammenhang zu verstehen als Beuys’ plastisch
gestische Reflexion auf jenen beschrifteten, metallenen Hundekamm, den Marcel
Duchamp für die Titelgestaltung der Zeitschrift transition
im Winter 1937 verwendet hatte, in der Joyce Teile seines Wake
als Work in Progress vorab drucken
ließ? Duchamps Hundekamm, witzelte Joyce, was the one used to comb out Work in Progress.21
Und traf Beuys also hier, vor seinem ‚Hausaltar’ auf den Geist des Dichters, nicht
ohne zuvor sein Hinterhaar gestrählt und skrupulös gebürstet zu haben22,
um den ‚Auftrag von James Joyce’ entgegenzunehmen ‚den Ulysses um 2 weitere
Kapitel’ zu ‚verlängern’, wie er es im folgenden Jahr in seinem Lebenslauf
Werklauf formulieren wird?23 Eine gar reizvolle Vorstellung. Taugt
Beuys’ fragil-zerbrechliche Haarbürste auf dem Fenstersims, mit den in
Fett gefassten Fichtennadelborsten, doch zu keiner anderen Verwendung, als
einer gänzlich imaginären.
Ob Lorbeer auch in Beuys umfangreicher Substanzenliste mit
dem Titel Speisekarte für Wenzeslaus (1961)24 aufgeführt ist,
diese Liste war gleichfalls Bestandteil des auf dem Fenstersims installierten
Ensembles, konnte bislang nicht geklärt werden. Das Lorbeermotiv der
Substanzumwandlung und Metamorphose würde eine Auflistung nahelegen.
Beuys gab seinem 1961 geborenen Sohn Boien Wenzel
täglich eine der in dieser Liste aufgeführten mineralischen, vegetabilen und
tierischen Substanzen in kleinster
Dosierung25. Es wird Beuys wohl nicht verborgen geblieben sein, daß
Lorbeerbäume durchaus mehrere hundert Jahre alt werdenden können, und seit der
Antike im guten Ruf stehen vor ansteckenden Krankheiten, vor Zauber, Feuer und
Blitz zu schützen.
Apolls Heiligtum in Delphi bestand wohl zunächst, aus einem
(gepflanzten) Hain von Lorbeerbäumen mit einer aus Lorbeerzweigen geflochtenen
Hütte. Im Laufe der Jahrhunderte wurden dort fünf weitere Versionen seines
Tempels errichtet, den Vorraum des letzten Tempels schmückten Inschriften der
‚Sieben Weisen’.26 Wenngleich Delphi schon seit jeher eine
ehrwürdige Orakelstätte gewesen war, veränderte sich doch durch die Ankunft Apollons die religiöse Ausrichtung. So weckten, jene durch
Apollon hervorgerufenen Visionen, in vielen Aspekten mit der schamanistischen Tradition vergleichbar, die Einsicht und
führten die Betroffenen zur Meditation, wodurch sie schließlich Weisheit
erlangten. Das Orakel wurde an einem vorbestimmten Tag durch die Pythia, die
man unter den delphischen Bäuerinnen auswählte, sowie eine, der Beratung
beiwohnende Prophetin ausgeführt. Allein der Phytia war
es gestattet, die glänzenden Blätter des heiligen Lorbeerbaumes zu pflücken.
Nach Mircea Eliade haben,
das Kauen von Lorbeerblättern durch die Phytia, die
Räucherungen mit Lorbeer und das Wasser aus der Quelle Kassotis,
das sie trank, keinerlei berauschenden Eigenschaften und können die weissagende
Trance allein nicht erklären.27 Wenngleich sich eine einstmalig
psychoaktive Wirkung heute nicht mehr beweisen lässt, so weiß man doch, daß
bereits mesopotamische Kulturen den Lorbeer wegen seiner Kraft Verborgenes zu
schauen, als kultisches Räuchermittel verwendet hatten, und sich diese
Vorstellung ungebrochen bis in die frühe Neuzeit hielt.
In einem mit weißer Gouache bemaltem Schieferrelief28
von
Im Park von Moyland verbindet sich mit dem geschilderten
Motivkreis The Spinning Oracle from
Delphi.
Eine vergoldete, henkellose Amphora, welche knapp über
der Wasserfläche des Schlossteiches zu schweben scheint. Sie wurde im Jahre
1986 vom dem mit Beuys befreundeten amerikanischen Künstler James Lee Byars geschaffen.
Zwei Lorbeerblätter, gleichfalls vergoldet, hatte Joseph
Beuys einem Werk32 beigelegt, das er 1965 begann und zehn Jahre
später fertig stellt. Die beiden Blätter liegen, zusammen mit einer
Rasierklinge und einem gerissenen Papierstreifen mit der titelgebenden
Aufschrift notfalls leben wir auch / ohne Herz, auf einer
gefalteten und mit ‚Braunkreuz’-Ölfarbe monochrom bemalten Zeitungsseite der FAZ,
daneben ein altes Buch, in das Elektrokardiogramme mit dem Herzrhythmus von
Joseph Beuys eingelegt sind, doppelt mit ‚Braunkreuz’, mit einem Hauptstrom-Stempelabdruck
und der Signatur des Künstlers versehen. Das des Herzens vollends /beraubt
das Herz [...] wenn der Terrorismus des /dieses
Staates uns dessen beraub / im Zerfleischen dessen / Erfolg haben
sollte. [...] Das unterste dieser Fragmente besiegelt er durch den Stempel
der FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY.
Um sich von seinem Herzinfarkt zu erholen reist Beuys noch
im Sommer 1975 zur Behandlung in das Solbad Rothenfelde am Fuß des Teutoburger
Waldes. Später wird er Caroline Tisdall eine dort
entstandene Arbeit35 geben, die sich als eine Vegetationshierophanie
charakterisieren lässt. Beuys bezeichnet sie mit den Worten: That’s what I had on my Arm in Rothenfelde, – mit Heftpflaster ist ein
Reis Lorbeerblätter und eine Vogelfeder montiert auf eine schwarze
Photopapiertasche. Hatte Beuys hier, in der Nähe der einst bedeutenden
Kultstätte der Externsteine, an das Land der Hyperboreer
gedacht, in welches Apollon auf seinem von Schwänen gezogenen Wagen geflogen
war, als der junge Gott sich aus Delphi zurückzog? Unter den Arbeiten, die der
Rekonvaleszent Beuys in Rothenfelde schuf und später für Caroline Tisdalls Sammlung Bits & Pieces
arrangierte, findet sich neben einer Liste der medizinischen Behandlungen,
denen er sich unterzog, Bezügen zu den Externsteinen36 und zu Anacharsis Cloots, auch ein als Gradually a battered
Tartar37 bezeichnetes Blatt. Dieser ‚sich allmählich nach
oben hin verjüngende und auch übel zugerichtete Tatar’38
ist niemand anderes als Beuys selbst. Die Tataren und vor ihnen die Skythen sind Bewohner jener Region Eurasiens unter der sich
die Griechen das Land ‚jenseits des Boreas’, das
heißt, jenseits des Nordwinds, vorstellten. Im Grunde gehört ein solches Land jedoch
einer mythischen Geographie an, sind die Hyperboreer
ein heiliges Geschlecht von Heroen, das weder von Krankheiten, noch vom Alter
heimgesucht wird.39
Woher bezog Beuys nun die Lorbeerblätter, die er seinem Werk
eingliedert? Lucrezia De Domizio,
die von Beuys erstem Besuch in den italienischen Abruzzen im Frühjahr 1972
berichtet, schreibt: „Am Spätnachmittag reiste er nach Düsseldorf ab, nahm sich
einen kleinen Strauss Lorbeer und Rosmarin mit, seinen Favoriten, die er sich
an dem langen Pfad gepflückt hatte, der zur Villa San Silvestro
führt.“40 Dieses Bouquet41, eingeschlagen in eine
Papierserviette, gibt Beuys sodann an Caroline Tisdall
weiter. Getrocknet ist der Strauss auf eine Pappe montiert, darauf notiert
Beuys: Proposition (?) for the people who are terrific in Foggia. Die
Ländereien von Baron Buby Durini
und seiner Frau Lucrezia De Domizio
bei Pescara und Bolognano
in den Abruzzen wird Beuys von nun an immer wieder besuchen. Im Rahmen seines
Projektes 7000 Trees Bolognano,
das die Pflanzung eines Arboretums mit siebentausend verschiedenen Gehölzarten
vorsieht, wird
Ein Haselnuss-Stock45, den Beuys
In zwei Multiples49 verwendet Beuys in den 1970er
Jahren echte amerikanische ONE-DOLLAR-Noten. Zur
graphischen Gestaltung dieser Banknote gehören auch fruchtende Lorbeerzweige.
So trägt der Weißkopfseeadler im großen Siegel der Vereinigten Staaten, in
seinen Fängen rechts einen Lorbeerzweig und links ein Pfeilbündel50,
das umseitige Portrait George Washingtons ist gleichfalls mit fruchtenden
Lorbeerzweigen geschmückt. Die allegorische Kraft eines Lorbeerblattes
aktiviert Joseph Beuys dann nochmals in der Gestaltung zweier Stempel, die er
1979 entwirft und bis zum 23. Januar 1983 verwenden wird, also auf den Tag, bis
drei Jahre vor seinem Tod. Um ein horizontales Lorbeerblatt, vor dessen Spitze
ein fünfstrahliger Stern steht, sind in einem Oval – einer strahlenförmigen
Aura gleich – zweiunddreißig Buchstaben angeordnet: zum EUROPA-PARLAMENT
wählt DIE GRÜNEN / die einzige ALTERNATIVE für EUROPA51. In
einer weiteren Fassung des Stempels wird der Text von Beuys dann reduziert auf
die Worte wählt DIE GRÜNEN52.
Im Eichen-/Buchen-/Lebensbaum-Hain hinter dem Schloss Moyland umgibt eine steinerne Girlande aus Lorbeerblättern
das Wappenschild im Mausoleum der Stifterfamilie von Steengracht. Da sich die
klimatische Tendenz zu immer milderen Wintern fortsetzen, könnten am
Niederrhein und in diesem Schlosspark (derzeit als Kübelpflanzen im Hof der
Vorburg) auch wieder wärmeliebende Lorbeerbäume wachsen, als lebendige
Verkörperung prophetischer Kraft, unaufhörlicher Metamorphose und zum Ruhme
eines großen Künstlers von apollinischer Heiterkeit, dessen Werk hier gehütet
wird.
Anmerkungen:
1 Myers, Norman, Biomes, in: The Biosphere Catalogue, Synergetic Press, Tucson, 1985. Ein Hauptbegriff der
Biosphärenforschung, bezogen auf großräumige Komplexe von Lebensgemeinschaften,
Böden und Klimaten in charakteristischen geographischen Regionen.
2 Genaust, Helmut, Etymologisches
Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, 3. vollständig überarbeitete und
erweiterte Auflage, Basel 1996
3 Zumeist besteht die
Darstellung der corona civica
aus einem von zwei Lorbeerbäumen eingefassten Eichenkranz, der Kranz auf dem
Mars Camulus-Stein ist jedoch eindeutig, wie bei
einer corona triumphalis
aus Lorbeerblättern gebildet.
4 Nach Mircea Eliade ist die Kombination
Stein – Baum – Altar, ein ‚wirklicher Mikrokosmos’ in den ältesten Schichten
des religiösen Lebens. Eliade, M., Die Religionen
und das Heilige / Elemente der Religionsgeschichte, Frankfurt am
Main 1998, S. 307
5 Zur Zeit der
Regentschaft Kaiser Neros (54-68 u. Z.)
6 Religionsgeschichtlich
ist diese Umwidmung eines heidnischen Opferaltars für eine römisch-katholische
Kirche eine Besonderheit. In der Spätantike vorgenommene Eingriffe legen zudem
eine zeitweilige Nutzung im Mitraskult nahe.
7 Handschriftliches
Gedichtmanuskript, abgedruckt in: Joseph Beuys Das Geheimnis der Knospe
zarter Hülle / Texte 1941 – 1986, V14, Hrsg. Beuys, Eva, München 2000, S. 295
9 Drei 1977 entstandene
Multiples von Beuys tragen den Namen des Gottes im Titel: Wirtschaftswert
APOLLO, bestehend aus einem ‚romi’
Margarinebecher und der Postkarte mit der Aufschrift wer nicht denken will
fliegt raus / sich selbst (Schellmann Verzeichnis 208, im folgenden abgekürzt SV), APOLLO mit Beuys (SV 212)
und Denkend sehen (APOLLO) (SV 213). Sie wurden herausgegeben von der
Edition Staeck, Heidelberg. Bereits auf dem
10 Im Blute Pythons lag
die Fähigkeit zu seherischer Erkenntnis verborgen, die sich auf Apollon
überträgt. Vergleiche hierzu den nordischen Mythos von Sigurd/Siegfried, der
nach dem Bade im Blut des von ihm erschlagenen Lindwurms Fafnir,
die Fähigkeit erlangt, die Sprache der Vögel zu verstehen.
11 BLV Bestimmungsbuch
Heilpflanzen Erkennen – Anwenden Schauenberg, Paul / Paris, Ferdinand, aus
dem Französischen übersetzt und bearbeitet von Prof. Dr. H. Wagner, Direktor
des Instituts für pharmazeutische Arzneimittellehre der Universität München.
Das Buch befindet sich im Nachlass Joseph Beuys, Düsseldorf. Den Hinweis darauf
verdanke ich Volker Harlan.
12 Joseph Beuys
Zeichnungen 1947 – 59 I / Gespräch zwischen / Joseph Beuys und / Hagen Lieberknecht / Geschrieben von Joseph Beuys, Köln 1972,
S. 7 - 20
13 Lerm
Hayes, Christa-Maria, James Joyce als
Inspirationsquelle für Joseph Beuys, Hildesheim, Zürich, New York 2001, S.
209 ff.; in Joyces Finnegans Wake erscheint
Lorbeer etwa als superexuberabundancy plenty laurel leaves (FW 612.5), sainted
lawrels evremberried
(264.26), basque of bayleaves
(121.5), the Bayleaffs
[bailiffs] (421.12), lafing
light throw those laurals now on her daphdaph teasesong petrock (203.30,31), crowning
themselves in lauraly branches (397.15) und in mauves
of moss and daphnedews
(556.18). Literarisch äußert sich Beuys zu diesem Werk von Joyce im GESPRÄCH
(S. 8) folgender maßen: [...] (Trotzig) Finnegans Wake werde ich auch noch mal machen.
14 Siehe Anmerkung 12,
S. 15 und Tafel 1
15 Im
Lotophagen-Kapitel. Aq. Dest. steht für destilliertes
Wasser, Fol. Laur.
für Lorbeerblätter. Zitiert nach der,
16 Im Kyklop-Kapitel. Siehe Anm. 15, S.
17 Dabei handelt es sich
um die in Zürich von Carola Giedion-Welcker
herausgegebene Ausgabe von
18 Dokumentiert durch
eine Photographie von Eva Beuys. Abb. in Lerm Hayes, S. 389 und dieselbe, JOYCE IN ART, Dublin
2004, S. 233.
19 Lerm
Hayes a.a.O., S. 107
20 Joseph Beuys Haarbürste
1963, Sammlung van der Grinten, heute aufbewahrt
in der linken Vitrine von Raum 44 im Museum Schloss Moyland
(1996 hatte ich sie mit Hans van der Grinten in
seinem Haus in Kranenburg für den Umzug nach Moyland
eingepackt). Abb. in: Joseph Beuys Moderna Museet, Stockholm 1971, Kat. Nr. 150.
21 Siehe Lerm Hayes JOYCE IN ART,
a.a.O., S. 32
22 Joyce, James, Ein
Porträt des Künstlers als junger Mann, zitiert nach Ellmann,
Richard, James Joyce Biographie, Frankfurt am Main 1999, S. 879
23 JOSEPH BEUYS : Joseph Beuys Lebenslauf Werklauf [...] 1961
[...] Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den “Ulysses” / um 2
weitere Kapitel (1964) Maschinenschrift, 2 Blätter, Sammlung Armin
Hundertmark, Köln. Erstmals publiziert im Programmheft des festival
der neuen kunst, Technische Hochschule Aachen,
20. Juli 1964. Abb. in: Joseph Beuys Kunstmuseum Basel 1969, S.
24 Das Werk ist ein mit
Tinte beschrifteter, auf der Seite stehender, zusammengerollter Papierstreifen
und wird in Vitrine 6, Raum 5 des Block Beuys, im
Hessischen Landesmuseum in Darmstadt aufbewahrt. Durch die Aufstellung ist
lediglich ein Teil der Liste einsehbar, nach Auskunft des Kustos Dr.
Klaus-Dieter Pohl verfügt das Museum derzeit über keine vollständige
Transkription.
25 Beuys, Eva, Wenzel, Jessyka, Joseph Beuys Block Beuys, München 1990, S.
194
26 Darunter dieses
berühmte GNWQI
SAUTON – gnothi
seauton – ‚Erkenne dich selbst’, welches Phemonoe, der 1. Pythia zugeschrieben wird, bzw. dem
spartanischen Staatsmann Chilon (Mitte des 6.
Jahrhundert v. u. Z.), der es wohl als Orakelspruch so erhalten hatte.
27 Eliade, Mircea, Geschichte der religiösen Ideen, Band 1, Olympier
und Heroen § 90 Orakel und Reinigung, Freiburg, Basel, Wien 1978. S.
252
29 62 x
31 Adriani, Konnertz, Thomas, Joseph Beuys, Köln 1994, S. 189
32 Joseph Beuys Notfalls leben wir auch ohne
Herz 1965/1975, Sammlung Reiner Speck, Köln, Abb. in: Sammlung Speck,
Köln 1996, Kat. Nr. 101; JOSEPH BEUYS JUST HIT THE MARK jeder
Griff muß sitzen WORKS
FROM THE SPECK COLLECTION, London, New York 2003,Kat.
Nr. 30; auch Speck, Reiner, Notfalls leben wir auch ohne Herz in
Deutsches Ärzteblatt, Jg. 83, Nr. 6, 5.2.1986, Köln 1986, S. 343-345;
Ausführlich in Scholten, Simone, ‚Ausgehen muss
man von dem, was gegenwärtig ist’, in: Joseph Beuys ‚Strassenbahnhaltestelle’ Ein Monument für die Zukunft, Museum Kurhaus Kleve 2000, S. 48 ff.
33 Siehe Anmerkung 8
34 Wie Anm. 7, S. 495; Wiederabgedruckt in: Joseph
Beuys Zeichnungen, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 2006, Kat.
Nr. 135
35 Ohne Titel 1975, Sammlung Bits & Pieces, Caroline Tisdall,
London. Abb. und Lit. in: Tisdall, Caroline, BITS & PIECES A Collection of Works by Joseph Beuys from 1957 – 1985 assembled by Him for Caroline Tisdall, Edinburg, Bristol 1987, Kat.
Nr. 95; dieselbe, JOSEPH BEUYS WE GO THIS WAY, London 1998, S.
36 Joseph Beuys Thusnelda 1975, Bleistift, Assemblage, die zurückgeht auf Beuys’ und Caroline Tisdalls Besuch der Externsteine. Thusnelda ist Tochter
des, den Römern gegenüber freundlichen Cheruskerfürsten
Segestes und Gattin Armins, der sie etwa 14 u. Z.
gegen den Willen ihrer Familie heiratet. Von ihrem Vater wurde sie 15 u. Z. an
die Römer ausgeliefert.
37 Gradually a
battered Tatar 1975, Kugelschreiber. Ebda., Kat. Nr. 92
38 Es liegt in der Natur der Sache, daß mein
Übersetzungsversuch des von Beuys hier gegebenen englischen Titels lediglich eine
Möglichkeit darstellen kann, sich diesem rätselhaften Satz interpretierend
anzunähern.
39 Mircea Eliade schreibt, Pindar zitierend,
daß die Hyperboreer tausend Jahre alt werden
können; sie kennen weder Arbeit noch Kämpfe und verbringen ihre Zeit mit Tanz
und Leier- oder Flötenspiel. Auch führt er Bacchylides
Erzählung an, daß Apollon Kressos und dessen
Töchter zum Lohn für ‚ihre Frömmigkeit’, zu den Hyperboreern
brachte. Es handele sich, so Eliade, also um
einen paradiesischen Ort, vergleichbar mit den Inseln der Seligen, zu denen die
Seelen der Heroen gelangen. A.a.O.: Olympier und Heroen § 89 Apollon:
aufgehobene Widersprüche, S. 250
40 De Domizio Durini, Lucrezia, JOSEPH BEUYS SCULPTOR OF SOULS OLIVESTONE, Mailand 2001, S. 28.
Übersetzung durch den Verfasser.
41 Joseph Beuys Bouquet 1972, Sammlung Bits & Pieces,
a.a.O., Kat. Nr. 40
42 Bei meinem Besuch des Arboretums im September
2002 mit Prof. Dr. Heribert Schulz fand ich auch einen jungen Lorbeerbaum.
44 Stachelhaus, Heiner, Joseph Beuys,
Düsseldorf 1988, S. 218
45 Joyce hatte im Ulysses
den Gott Apollon strukturell mit Coll, der
irisch, keltischen Bezeichnung für die Haselnuss verknüpft. Haselnüsse sind in
der irischen Mythologie Zeichen der Weisheit.
46 Schneede, Uwe M., Joseph
Beuys Die Aktionen, Ostfildern-Ruit 1994, S. 266 ff., 274 ff.
47 Rauminstallation in den ‚Hallen für neue Kunst’
Schaffhausen. Abb. u. Lit. in: Kramer, Mario, JOSEPH BEUYS DAS KAPITAL RAUM
1970-1977, Heidelberg 1991
48 Diese Information verdanke ich Mario Kramer.
49 Notice to Guests 1974, SV 139 und Dollarnoten 1978, SV
245, beide Multiples hrsg. von der Edition Staeck,
Heidelberg. Im ersten Multiple von 1974 signiert Beuys die Dollarnote mit dem
Namen des Gangsters John Dillinger, im zweiten Multiple von 1978, das er
zusammen mit Klaus Staeck gestaltet, mit Dillinger,
Staeck bedruckt seine Dollarnote mit dem Text GUTSCHEIN/
1 us $/ Keine Einlösegarantie/Der Präsident/ Staeck/Spart Energie damit unsere amerikanischen/ Freunde
noch mehr verschwenden können
50 Hier klingt noch ein anderes kosmologisches
Motiv an, der tägliche Kampf des Adlers mit dem Drachen (etwa in der Völuspa, der Aufzeichnung der Seherin in der
nordischen Edda).
51 Der Stempel ist u.a. eingesetzt in dem Multiple
Europa-Parlament 1979, (nicht im SV) Karteikarte aus der DDR, grauer
Karton, gestempelt und signiert, 10,7 x
52 Der Stempel ist u. a. eingesetzt in den
Multiples Wortmeldung 1979 (nicht im SV) gestempelte und signierte Karte
von Parteitag der Grünen, 10,5 x
zur Information:
Einige Arbeiten von U
We Claus
mit Bezug zu den Themenkreisen
Lorbeer, Apollon, Metamorphose, Drachen und
Anacharsis Cloots
[zu Apollon und Metamorphose]
zur documenta 7
Sommer
1982
im
Apollozelt der Free International University (Karlsaue)
Aktion
von Walter Carl Giskes
und U We Claus
Da sagt FLUXUS:
Macht Steine zu Brot!
48 Stunden im Apollozelt
Photographien von U We
Claus und Thilo Götze Regenbogen, Kriftel/Taunus
.................................................................................................................................
[Anacharsis Cloots, zum 200. Todestag]
Im
Museum Katharinenhof in Kranenburg
1994 kuratiert von Hans van der Grinten:
U We Claus élan climatique – von der Aufklärung zur Erleuchtung und vice versa – dem Andenken an Anacharsis Cloots 1752-1794
gewidmet
auch ein von U We Claus
gestaltetes Plakat zur Ausstellung mit diesem Text
.................................................................................................................................
[zum Lorbeer]
Am
Dienstag, dem 30. April 1996 führte U We Claus
eine
Aktion im Hof des Fluxum in Wiesbaden auf, Titel:
offering : Laurus nobilis
als
Beitrag zum HarlekinArt Event:
George Maciunas – Mr. Fluxus
30.
April, 1. Mai 1996
Die Aktion wurde photographiert von Burkhard Rosskothen,
Videographie Ira Schneider und Sara Seagull.
Die
Residuen der Aktion, eine kleine Blechschachtel mit Holzkohle, Lorbeer-Blättern
und Zweigen, sowie ein mit rotem Filzstift beschriftetes, perforiertes Papier
mit dem Titel
offering : Laurus nobilis
befinden
sich in der Sammlung von Dorothee und Eric Andersch, Düsseldorf
Im Publikum:
Emmett William, Ann Noel, Ben Patterson, Alison Knowles, Larry Miller, Sara Seagull,
Louise Landes Levi, Ira Schneider, Takako Saito, René Block, Hans Sohm,
Francesco Conz, Dorothee und Eric Andersch, Ute und
Michael Berger, Burkhard Rosskothen, Christel Schüpperhauer, Charly Banana,
John Halpern, Thorbjøn
Christiansen, Sigi Sander, Jürgen Olbrich und andere.
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[zum Drachen]
Am 23.,
24. und 25. September 1996 entsteht im Park von Schloss Moyland
die Steinsetzung
Photographien von Uli Gau, Maurice Dorren, Dieter Koepplin, Essa Elke Havekost u.a.
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[zu Apollon (einer seiner Titel ist „Gott der
Tore“), und zum Drachen]
Am 25.
September 1996 entsteht ebenfalls im Park von Schloss Moyland
die Steinsetzung
Tor
Photographien von Uli Gau, Maurice Dorren
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[zum Drachen, Apollon]
Am
Morgen (7 Uhr) des 25. Mai 1997 zur Einweihung der beiden Steinsetzungen im
Park von Schloss Moyland die etwa eineinhalbstündige
Aktion
still more offerings to the dryads
Photographien von Uli Gau, Manfred Claus (eine
seiner Photographien von diesem Morgen gewann den 1. Preis in einen
Photowettbewerb in Moyland vor einigen Jahren)
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[Apollon, Delphi]
Die
Inschrift Erkenne dich selbst! /Chilon
(Ausführung
Ralf Drolshagen) an der
Steingrotte des
von U We Claus
für Michael Berger angelegten
Sommer-Berger- Garten (2000-2003) in Amorbach / Odenwald
Photographien Michael Berger, Michael Fölsch u.a.
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[Lorbeer, Mars Camulus-Stein,
Apollon, Metamorphose, Drachen]
Am
Mittwoch, dem 14. Februar 2007 filmen Burkhard
Rosskothen und Werney Beyer von einfallsreichTV einige Szenen
mit U We Claus in
Rindern und Moyland
u.a.
die ‚Aufladung’ eines Lorbeer/Rosmarinkranzes am Mars Camulus-Stein
in Rindern, einen Gang durch die 48
Eichen Schoßallee, eine ‚Reinigung’ an der Steinsetzung
Seit dem 1. März 2007 ist der für das
Internetportal der Tageszeitung die WELT produzierte Film unter www.welt.de/Video/einfallsreichTV
ins Netz gestellt.
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[Lorbeer, Apollon, Metamorphose]
Vitrineninstallation
Vitrine 1987-2007
mit
sieben Arbeiten von U We Claus unter Verwendung einiger,
der am
14. Februar 2007 verwendeten Aktionsrelikte
Halo Halon (Aktionsobjekt)
1993,
Erde Mond 2007
und Corona 2007
Sammlung
Best Rosskothen, Wiesbaden
Photographien von Burkhard Rosskothen